Häufige Minimalforderungen seitens der Hochschulen

Hochschulen müssen bei Industriekooperationen einen Ausgleich zwischen Forschung, Lehre und Dienstleistung finden. Daher bestehen in der Regel einige Mindestanforderungen, auf die sich Unternehmen nach Möglichkeit einstellen sollten.

Publikationen:
Von einem Vetorecht seitens der Unternehmens bezüglich der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen sollte nach Möglichkeit abgesehen werden. Stattdessen sollte, sofern überhaupt erforderlich, eine Verzögerung/Sperrfrist oder ein formelles Zustimmungsverfahren vorgesehen werden. Ein Vetorecht behindert beispielsweise Doktoranden, die zur Veröffentlichung ihrer Dissertation verpflichtet sind. Das Recht auf Verwendung der Ergebnisse in Forschung und Lehre wird seitens der Hochschulen fast immer eingefordert.

Vergütung von Schutzrechten:
Bei reinen Forschungsaufträgen wird häufig eine Vergütung festgelegt, welche dem marktüblichen Preis entspricht oder die Vollkosten der Hochschule inkl. Gewinnzuschlag decken.

Bei Forschungskooperationen gehen die Erfinderrechte in der Regel auf denjenigen Vertragspartner über, der den größeren Anteil an der Erfindung hatte. Aus Sicht von Unternehmen sollte ggf. noch die Option auf eine (kostenpflichtige) Lizenz vorgesehen werden.

Haben Sie noch Fragen? Die Ansprechpartner im Team Wissenstransfer helfen Ihnen gerne weiter.

Zuletzt aktualisiert am 24.04.2019 von Sönke Voss.

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