Hochschulen als kostenlose verlängerte Werkbank?

Forschungsaufträge und Forschungskooperationen dürfen nicht mit Abschluss- oder Projektarbeiten verwechselt werden. Für die Leistungen der Hochschule im Auftrag des Unternehmens fallen marktübliche Kosten an.


So fordert etwa das EU-Beihilferecht vereinfacht ausgedrückt, dass beim Einsatz von Hochschulressourcen (Personal, Infrastruktur, Geräte, Verbrauchsmittel usw.) dem Auftraggeber entweder ein marktüblicher Preis in Rechnung zu stellen ist oder die anfallenden Vollkosten zuzüglich Gewinnzuschlag. Insofern darf von Unternehmen keinesfalls erwartet werden, dass Hochschulen kostenlos oder (in Konkurrenz zu Unternehmen) kostengünstig Dienstleistungen erbringen.


Im Fall studentischer Abschlussarbeiten in Unternehmen ist es in Deutschland üblich, dass das Unternehmen den Studenten befristet gegen entsprechendes Entgelt beschäftigt. Zur Anfertigung der Abschlussarbeit darf der Student nicht von der Hochschule beschäftigt werden. Viele Schweizer Hochschulen bieten Unternehmen hingegen ein Gesamtpaket aus Abschlussarbeit und Übertragung von Rechten an den Ergebnissen zum Festpreis an.


Haben Sie noch Fragen? Die Ansprechpartner im Team Wissenstransfer helfen Ihnen gerne weiter.

Zuletzt aktualisiert am 24.04.2019 von Sönke Voss.

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