Fördermittel: Ja oder Nein?

Eine Vielzahl kleinerer Forschungsaufträge an Hochschulen kommt ohne den Einsatz von Fördermitteln aus. Das beauftragende Unternehmen bezahlt die Kosten für das Technologietransfer-Projekt aus Eigenmitteln. Bei längerfristig angelegten Projekten bieten Fördermittel jedoch eine Reihe von Vorteilen: Aus Sicht von Unternehmen wird das wirtschaftliche Risiko einer Innovation gesenkt, Hochschulen können aus diesen Mitteln Personal finanzieren und erhalten so zum Beispiel einen Anreiz, das Forschungsthema auch in die Lehre einfließen zu lassen.


Bei mittel- bis längerfristigen Kooperationen besteht seitens der Hochschulen in der Regel Interesse an der gemeinsamen bzw. zeitgleichen Beantragung von Fördermitteln. Dieses Drittmittelaufkommen ist eine wichtige Quelle zur Finanzierung von Mitarbeitern wie Technikern oder Doktoranden, was in einigen Fällen erst die personellen Kapazitäten für die Bearbeitung eines Forschungsauftrages schafft.


Wenn ein konkreter Forschungsauftrag für eine spezifische Fragestellung vergeben wird, beabsichtigt das beauftragende Unternehmen in der Regel die spätere Generierung von Umsatz mit dem entsprechenden Produkt. Insofern ist es ratsam, insbesondere kleinere Aufträge nicht von der Existenz oder Bewilligung von Fördergeldern abhängig zu machen. Es sollte auch beachtet werden, dass verschiedene Förderprogramme ein längeres Antragsverfahren mit sich bringen, welches unter Umständen das gesamte Projekt verzögern kann.


Haben Sie noch Fragen? Die Ansprechpartner im Team Wissenstransfer helfen Ihnen gerne weiter.

Zuletzt aktualisiert am 24.04.2019 von Sönke Voss.

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